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Recht / Arbeits-/Sozialrecht 
Freitag, 05.06.2020

Tätigkeit als Detektiv in Detektei ist sozialversicherungspflichtig

Das Landessozialgericht Hessen entschied, dass Detektive, die von einer Detektei nach Stunden bezahlt sowie in deren Namen tätig werden und kein Unternehmerrisiko tragen, bei dieser Firma abhängig beschäftigt und damit sozialversicherungspflichtig sind (Az. L 1 BA 27/18).

Im Streitfall übernahm eine Detektei die Überwachung von Supermärkten. Bei einer Betriebsprüfung stellte die Rentenversicherung fest, dass mehrere Detektive bei dieser Firma seit Jahren abhängig beschäftigt seien und forderte Beiträge für die Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung in Höhe von über 65.000 Euro nach. Der Inhaber der Detektei war der Ansicht, dass die Detektive selbständig tätig gewesen sind. Die Aufträge, die er nicht selbst habe übernehmen können, habe er lediglich an diese durchgereicht.

Das LSG Hessen hat der Rentenversicherung Recht gegeben. Die Detektive seien in den Betrieb der Detektei eingegliedert und unterliegen den Weisungen des Inhabers. Des Weiteren tragen sie kein Unternehmerrisiko, da sie keine eigenen Betriebsmittel oder Betriebsräume haben. Sie seien im Namen der Detektei aufgetreten und von dieser nach festen Stundensätzen bezahlt worden. Außerdem habe der Inhaber die Aufträge keineswegs nur an die Detektive durchgereicht. Vielmehr habe er den Supermärkten gegenüber 15,50 Euro pro Stunde abgerechnet, den Detektiven nur zwischen 8 Euro und 11,50 Euro pro Stunde bezahlt.

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